Pflegende Angehörige

Es passiert plötzlich und wirft das geordnete Leben aus der Bahn.

Ein Kind kommt mit organischen Schäden oder Behinderungen zur Welt oder sie werden festgestellt, wenn das Kind älter ist. Für Eltern ist das ein unfassbar schwerer Schlag. Es zerstört zunächst den Glauben an das Glück.

Welche Hilfen braucht das Kind und wie lange? Ist das zu stemmen? Besteht Hoffnung auf Besserung? Und wenn nicht? Wass passiert, wenn wir einmal nicht mehr da sind?

Das Arbeitspensum ist riesig

Ein Erwachsener erleidet einen schweren Unfall, einen Schlaganfall, eine Demenz oder eine andere schwere Erkrankung. Da ist der Schmerz über den Verlust der Gesundheit des Betroffenen, das Mit-Leiden. Vielleicht hat sich die Persönlichkeit verändert, der Betroffene ist nicht mehr „derselbe“. Die Aufgaben, die der Betroffene innehatte, müssen übernommen werden.

Da ist nicht nur der Schmerz, der ertragen werden muss. Da ist die Sorge um die Versorgung des Betroffenen, wenn er oder sie sich nicht mehr selbst helfen kann.

Wie kann die unerwartete Situiation organisiert und gemeistert werden? Oftmals treffen Probleme aus verschiedenen Richtungen aufeinander: Beziehungsprobleme, finanzielle und bürokratische Probleme, Fragen nach der Unterbringung und Pflege, unterschiedliche Zielsetzungen und Ansprüche innerhalb der Familie…

Welche Aufgaben kann und will ich übernehmen? Was kann ich aushalten?